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Definition Intarsien

Intarsie , italienisch intarsia, tarsia, von arabisch tarsi, "Verbindung",

Bezeichnung für im Holz versenkte Einlagen aus  Bein,  Elfenbein,  Perlmutter, (Edel-)Metall oder andersfarbigem (eingefärbtem) Holz. Die Einlagen können mit der Oberfläche des  Rezipienten (Bezeichnung für ein Basisstück, z. B. zur Aufnahme von  Email, einer Einlage oder von  Blattgold)  in einer Ebene liegen oder darüber hinausragen ( Reliefintarsie  {Bezeichnung für Einlagen, die, anders als sonst üblich, nicht mit planer Oberfläche, sondern als Relief ausgeführt sind.}.

Die ältesten erhaltenen Einlagen bestehen aus Elfenbein; sie sind über 4.000 Jahre alt und stammen aus Ägypten und  Mesopotamien. Besonders aufwendig gearbeitete, zeitlos schöne Einlegearbeiten wurden in der Ruinenstätte Nimrud im heutigen Nordirak gefunden; sie sind fast 3.000 Jahre alt.

Höhepunkte erreichte die Intarsien-Kunst auch in der Renaissance und im Barock, wobei die schönsten Einlagen aus Bein oder Elfenbein bestehen und in den Schäften von Armbrustwaffen und  Radschlossgewehren sowie in  Kabinettschränken und Kästchen zu finden sind. Im Barock wurde die Intarsie zum Teil von der  Marketerie abgelöst. Im deutschsprachigen Raum hat es sich eingebürgert, den Ausdruck Marketerie nicht für im  Kernholz versenkte Einlagen zu verwenden, sondern für Muster und Motive, die innerhalb einer  Furnier, wie ein Puzzlespiel zusammengefügt, in Verbindung mit der Furnier auf  Blindholz aufgeleimt sind (vgl.  Boullearbeit).

Eine spezielle Form der Intarsien ist die aus Spanien stammende so genannte  Taracea. Sie besteht aus kleinen, wie Getreidekörner geformten Bein- oder Elfenbeinstückchen. Die in Japan und China beliebte Technik,  Perlmutter,  Koralle,  Schmucksteine und (Edel-)Metall in gelacktes Holz oder Elfenbein einzulegen, heißt  Shibayama. Einlagen aus Stein werden für gewöhnlich als  Inkrustationen bezeichnet. Einlagen von Metall in Metall heißen  Tauschierung.



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